Bewegung trotz Knieproblemen: So gelingt die gelenkschonende Fitness

Gelenkschonende Kniegymnastik dient dem Aufbau von Muskeln und Bändern zur Entlastung der Gelenke. Eine Möglichkeit ist das Fahrradfahren. Auch Touren auf dem E-Bike sorgen für sportliche Betätigung, bei der die Knie geschont werden. Um das richtige E-Bike zu wählen, sind einige Kriterien wichtig. Ist das passende Rad gefunden, können die Vorbereitungen für die Radtour starten. Wie beides ganz einfach gelingt, zeigt der Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen, Auslöser und Symptome von Knieproblemen

Knieprobleme sind selten genetisch bedingt, sondern entstehen überwiegend im Laufe des Lebens. Auslöser der Beschwerden sollten möglichst schnell untersucht werden. Häufig verstärken sich die Beschwerden, wenn die Knie falsch oder zu stark belastet werden.

Ursachen für Knieprobleme

Ursachen für Knieprobleme können Unfälle und Sportverletzungen sein. Ebenfalls beeinträchtigt ständige Fehl- oder Überbelastung die Gelenke. Lange vor einem deutlichen Gelenkverschleiß entstehen entzündliche Prozesse, die von einer leichteren Arthritis unbehandelt in eine Arthrose übergehen. Infrage kommen ursächlich außerdem Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselstörungen.

Akute und langfristige Auslöser

Auslöser treten später als die Ursachen auf und führen zu leichten, mittleren oder starken Beschwerden bis hin zur völligen Unbeweglichkeit der Kniegelenke. Oft ist es möglich, diesen Auswirkungen rechtzeitig durch ärztlichen Rat und gelenkschonende Fitness vorzubeugen.

Knieprobleme: Das sind die Symptome

Beschwerden im Knie treten häufig auf der Vorderseite, also unter der Kniescheibe auf. Sie machen sich durch Stechen bei Bewegungen, ständiges Drücken bemerkbar. Entzündliche Prozesse verursachen außerdem ein unangenehmes Wärmeempfinden an der betroffenen Stelle. Andere Symptome sind plötzlicher Haltverlust beim Auftreten, Taubheit oder Steifigkeit.

 

Sind Schmerzegele hilfreich bei Knieschmerzen?

Schmerzgele helfen kurzfristig für eine erste Linderung der Schmerzen. Anhaltende Schmerzen im Knie sollten jedoch ärztlich untersucht werden, um einer Verschlimmerung der Probleme entgegenzuwirken.

Bewegung oder dauerhafte Schonung bei Knieschmerzen?

Beschwerden im Knie sollten stets ärztlich auf die Ursache untersucht werden. Ist die betroffene Stelle gefunden, etwa im Vorderknie, der Kniescheibe oder dem hinteren Gelenkbereich, wird häufig Bewegung und wenn nötig zusätzlich ein Schmerzmittel gegen anfängliche Bewegungsprobleme verschrieben.

 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: In einigen Fällen ist Bewegung für das Knie besser als dauerhaftes Schonen. Passende Sportarten helfen dabei, nicht in eine passive Schonhaltung zu verfallen, sondern das Gelenk durch moderate Beanspruchung fit zu halten. Sportarten, die die Knie nicht direkt belasten, sind bei Knieschmerzen empfehlenswert. In der Regel gilt: Sportarten mit ruckartigen Bewegungen vermeiden.

 

Die Auswahl an knieschonenden Sportarten ist dabei größer als gedacht: Schwimmen ist eine beliebte Aktivität bei Knieschmerzen. Durch den Auftrieb des Wassers verringert sich die Belastung des Knies. Besonders gut eignen sich Rücken- und Kraulschwimmen.

 

Eine weitere geeignete Sportart ist das Radfahren. Auch hier liegt nicht das gesamte Körpergewicht auf den Knien. Eine gute Alternative für einen schonenden Einstieg bieten E-Bikes. Sie geben zusätzliche Tretunterstützung, was besonders bei steilen Strecken nützlich ist. Beim Kauf des richtigen Rades sind dabei einige Sachen zu beachten, um Fehlbelastungen vorzubeugen.

Kaufkriterien für das richtige E-Bike zur Entlastung der Knie

Wer denkt, dass das Fahren mit einem E-Bike kein richtiger Sport ist, irrt sich: Ein E-Bike wird trotz Motorhilfe durch Muskelkraft bewegt. Der Motor des E-Bikes bietet lediglich Unterstützung. Ideal ist ein E-Bike mit verschiedenen Unterstützungsmodi und mehreren Gängen. So liefert das Rad immer die passende Unterstützung. Ein KTM E-Bike hat zum Beispiel fünf Unterstützungsmodi und bis zu 24 Gänge. Darüber hinaus sollten noch weitere Kriterien beachtet werden, um ein geeignetes E-Bike zu finden.

Ergonomische Sitzposition für Fahrradsattel und Lenker

Ein Sattel mit individueller Ergonomie beugt Fehlhaltungen vor. Die Sattelbreite, die Form des Sattels sowie die Sattelhöhe sind entscheidend für knieschonendes Fahren. Ebenfalls sollte der Lenker nicht nach der eigenen Körperstatur, sondern nach der normalen Fahrposition in der Höhe angepasst werden. Über dämpfende Griffe bekommen die Hände außerdem sicheren Halt.

Tiefer Einstieg für gelenkschonendes Auf- und Absteigen

Ein Rad mit tiefem Einstieg ist gut bei Knieproblemen geeignet. Je leichter der Aufstieg auf das Fahrrad gelingt, desto weniger Kraft muss für das Übersteigen in den Kniegelenken aufgebracht werden. Die E-Bike-Gesamthöhe ist nicht für jede Person gleich geeignet. Vielmehr sollte ausprobiert werden, welche Einstiegsvariante nach Bein- und Rumpflänge die Kniegelenke am besten schont.

Solider Rahmen und ableitende Federung

Ein Rahmen aus Aluminium oder Carbon ist ideal für E-Bike-Touren entlang der Straße sowie auf holprigen Wegen geeignet: Sie sind leicht und bieten trotzdem genügend Stabilität. Manche Modelle haben eine zusätzliche Federung: Das ist besonders für Touren durch unebenes Gelände sinnvoll. Sie verringert Erschütterungen und sorgt so für ein angenehmeres Fahren.

Antriebsart für sanftes Anfahren und gelenkschonendes Treten

Ein guter E-Bike Motor gibt so viel Schwung, dass das Anfahren mit moderater Trittkraft auf ebener Strecke mühelos gelingt. Bei längeren Fahrten ist ein Akku mit hoher Ladekapazität nötig. Einige Fahrradhersteller bieten sogar zusätzliche Akkus an, die für eine noch höhere Reichweite sorgen.

 

Wie entscheide ich mich für das richtige E-Bike?

Eine Probefahrt mit dem E-Bike vor dem Kauf ist eine gute Idee. Dort wird getestet, ob das E-Bike eine angenehme Fahrweise ermöglicht. Die Beratung von Fachleuten hilft zusätzlich bei der Entscheidung. Bei Online-Käufen eignen sich Anbieter, die ein Rückgaberecht einräumen, sollte das E-Bike doch nicht passend für die eigenen Bedürfnisse sein. Viele Online-Plattformen bieten außerdem telefonischen Support oder Beratungen per Chat an. So ist das richtige E-Bike schnell gefunden.

Tipps zur richtigen Vorbereitung auf E-Bike-Touren

  • Mindestens zehn Minuten leichte Aufwärmübungen, zum Beispiel zügiges Gehen auf einem Laufband oder Laufen mit geringem Widerstand auf dem Crosswalker.
  • Bei der Routenplanung Steigungen wenn möglich vermeiden und flache Fahrstrecken wählen.
  • Öfter Pausen einlegen, um den Gelenken Erholungsphasen zu gönnen.
  • Geeignete Wetterkleidung und gegebenenfalls Kniewärmer darunter tragen.
  • Bandagen oder Tapes einpacken: Sie lindern starke Beschwerden.

Fazit

E-Bike fahren ist trotz Knieprobleme empfehlenswert. Wichtig zum Vermeiden einer Fehlbelastung sind geeignete Aufwärmübungen vor dem Start sowie die Wahl eines passenden E-Bikes. Langfristig stärken regelmäßige Fahrten mit dem E-Bike die umliegende Muskulatur und fördern die Knochendichte, was einer Verschlimmerung von Beschwerden entgegenwirkt. So ist eine kontinuierliche Steigerung der Bewegung möglich und chronische Knieschmerzen werden vermieden.